Sommer, Urlaub und noch viel mehr

Heute möchte ich dann doch noch mal die letzten Wochen und Monate Revue passieren lassen. Schließlich steht bald mein dreiwöchiger Sommerurlaub schon wieder an. ;) Dieses mal geht es nach Peru.
Ich muss sagen, die Zeit, seit Kats, ihr neuer Nickname seit sie in Australien ist, Abflug, ist wie im Fluge vergangen und doch vermisse ich sie manchmal. Aber das Warten auf ein Wiedersehen hat bald ein Ende, denn ich sehe sie in Peru wieder.

Doch alles der Reihe nach. Der Fisherman Friend Strongmanrun Mitte April am Nürburgring war ein totaler Reinfall! Morgens um kurz nach sechs machten sich Jenni und ich auf den Weg. Ohne Stau und Störungen, außer dem Blitzer, sind wir gut am Zielort angekommen. Bis mittags war noch genügend Zeit. Der Himmel blieb bis zum Start bedeckt und eher windig. Insgesamt sind wir mit einem achter Team (metapeople) an den Start gegangen. Ich habe mich schon vor dem Startschuss von den anderen verabschiedet um mich weiter vorne einzureihen, aus Erfahrung aus dem letzten Jahr. Eine spezielle Vorbereitung habe ich nicht gemacht, lediglich mein normales Studio- und Gerätetraining mit Ausdauereinheiten bis zu 90 Minuten. Kein Lauftraining. Schon beim ersten Hindernis kam es zu Stauungen, die sich während des ganzen “Rennens” nicht auflösten. Die erste Runde passierte ich nach einer guten Stunde. Anfang der zweiten Runde habe ich an ein Aufgeben gedacht, weil ich da schon den Anflug von einem Krampf zu spüren bekam. Da es ja nicht in meiner Natur liegt, habe ich mich bis zur ersten Verpflegungsstation durchgekämpft und das Angebot an Energie genutzt. Arge Probleme bekam ich beim Schicksalsberg wegen der Krämpfe. Die meiste Zeit habe ich auch hier verloren, weil sich die Läufer hier sehr stark stauten. Beim Dirty Dancing hätte ich beinah noch einen Schuh verloren. Als ich dann das “Stairway to Heaven” erreichte war mir klar, das ich die letzten Meter auch noch schaffe. Den Überblick, wo sich meine Mitstreiter befanden wusste ich nicht. Nach 2:35 Std. passierte ich glücklich die Ziellinie. Mein Wunschziel von 2 Stunden habe ich zwar klar verfehlt, was mir aber schon nach der ersten Runde klar war, und spätestens am 21. Hindernis, wäre ich auch mit 2:30 Std. zufrieden. So hat es gut gepasst und ich war sogar noch vor meinen Kollegen im Ziel, was ich nicht gedacht hätte, weil zwei von denen doch recht stark waren. Von den Hindernissen hatte ich mir viel mehr erhofft! Die Wasserelemente waren lächerlich. Richtig anspruchsvoll empfand ich keins. Unangenehm fand ich eher das ständig wechselnde Terrain (Wiese, Asphalt, Kies). Meine Probleme lagen in der Vorbereitung, die ich ja nur begrenzt durchführen kann. Ein Indiz dafür, dass die Strecke und Hindernisse nicht so anspruchsvoll waren, zeigen auch die Gewinnerzeiten, um die 80 Minuten bzw. 100 Minuten.
Bis zur Heimfahrt musste ich allerdings noch fast 2 Stunden auf meinen Kollegin warten, die dann aber ähnlich wie die Anreise verlief. Einmal auf der Autobahn ohne Stau gegen 19 Uhr wieder zu Hause. Muskelkater hatte ich auch aber das wusste ich ja vorher. Ob ich ein drittes Mal am Start bin kann ich noch nicht sagen.

Eine Woche später ging es dann für mich und meinen Bruder über Ostern nach Heidelberg zum Treffen von adoptierten Bolivianern. Die Anreise erfolgte am Karfreitag gegen Abend. Nach der Zimmerverteilung, die lange auf sich warten ließ, ging es zum Abendessen in eine nah gelegene Pizzeria. Um 22 Uhr ging es dann wieder zurück zur JH. Der letzte Programmpunkt für diesen Tag war ein Vortrag, der jedoch ausfiel, weil es technische Probleme gab. So legten spontan einige Kollegen auf ihren Musikinstrumenten südamerikanische Rhythmen hin. Gegen 23 Uhr musste dann die Lautstärke reguliert werden und wir zogen es vor im Eingangsbereich den Abend ausklingen zu lassen. Zur späten Stund wurde noch das Tanzbein geschwungen. Naja, mein Versuch sich zu drücken, war nicht ganz erfolgreich. ;) Gegen 3 Uhr wurde die Nachtruhe eingeläutet. Ok, meine Karten standen sowieso schlecht, weil mein Bruder mit im Zimmer war und wenn der einmal schläft, geht auch gleich die Schnarcherei los! Da helfen auch keine Ohropax. Hinzu kam, dass neben an direkt ein Zoo war und die Tiere kennen ja auch keine Uhr… Frühstück war für 8.30 – 9.00 Uhr angesetzt. Gegen 10 trafen wir uns dann in unserem Meetingraum für eine erneute Vorstellungsrunde und einer Diskussionsrunde. Beides sehr interessant und aufschlussreich. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Gemeinsam machte sich die Truppe, etwa 30, auf in die Stadt. In der Stadt angekommen, galt es eine Lokalität zu finden, die auch für so viele junge Leute Platz hatte zum Speisen. DANKE Extrablatt! Anschließend ging es noch ans Ufer der Neckar zum Chillen und Fussball spielen. Zurück an der JH konnte jeder der wollte am Tanzworkshop teilnehmen. Zum Abschluss des schönen Wochenende ging es noch in einen nahegelegenen Salsa Club. War jetzt nicht so meine Musik, aber der Abend war amüsant. In der Hoffnung eine bessere Nacht zu haben ging ich nach einer schnellen Dusche ins Bett. Leider blieb es nur bei einer Hoffnung… Nach dem letzten Frühstück packten wir unsere Sachen und trafen uns ein letztes Mal für eine Reflektionsrunde und ein letztes Gruppenfoto. Der jüngste Teilnehmer war 8 Jahre und die weiteste Anreise hatten zwei Züricherinnen und einer aus Frankreich (Straßburg). Mein persönliches Resümee ist positiv, wenn es zeitlich klappt werde ich beim nächsten Treffen wieder dabei sein.

Seit einem guten Monat bin ich dann auch endlich Besitzerin eines Smartphones. Eigentlich wollte ich keinen neuen Vertrag mehr, aber mein altes Mobil stand kurz vor dem Tod. Es war nun gut 5 Jahre mein treuer Begleiter. Danke Sony Ericsson. Zum Schluss noch das Highlight dieser Woche: Ein Paket aus Australien. :)

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